Weingut Steigerhof - Unsere Geschichte

2012 konnten wir unser 90-jähriges Jubiläum feiern. Einst war es der Saarländer Arnold Altmeyer, der das Anwesen Steigerhof erwarb. Er wuchs auf einem landwirtschaftlichen Hof im saarländischen Saarwellingen auf, bis er in den 1.Weltkrieg eingezogen wurde.

Danach versuchte er sein Erbteil möglichst schnell in Liegenschaften anzulegen, da Geldmittel zu jener Zeit einer massiven Entwertung unterlagen. Es zog ihn nach Rheinland-Pfalz um ein geeignetes Gut zu finden, denn dem Beruf als Landwirt wollte er weiterhin nachgehen. Sein Reiseweg führte ihn in die Nordpfalz, zu dem ehemaligen Dreiländereck Bayern, Preußen und Hessen welches sich im Bad Kreuznacher Stadtwald befindet. Ungefähr 1,5 km Luftlinie entfernt von diesem Punkt liegt der Steigerhof.

Somit legte Arnold Altmeyer die Grundpfeiler für unser heutiges Wirken an diesem Ort. Er übernahm ein Anwesen mit einem Hektar Weinreben und gut zehn Hektar Ackerland. Es wurden 20 entbehrungsreiche Jahre mit vielen Tiefen und persönlichen Schicksalsschlägen. Nach dem zweiten Weltkrieg verlagerte er die Prioritäten auf den Weinanbau.

Von seinen vier Kindern übernahm Maria, seine jüngste Tochter, den Hof ihres Vaters und kümmerte sich um Weinberge, Feld und Vieh. Keine einfache Aufgabe zu dieser Zeit. Die landwirtschaftliche Arbeit war ein „Knochenjob“, Maschinen gab es kaum. Gerne erzählt Maria davon, wie sie noch mit „echten Pferdestärken“ gearbeitet haben. 1954 heiratete sie den Winzer Rudolf Wollschied aus Ebersheim, der zu ihr nach Altenbamberg zog und von nun an zusammen mit ihr den Hof führte.

Zusammen bekamen sie vier Kinder, die verschiedene berufliche Wege einschlugen. Sohn Josef machte nach dem Schulabschluss eine Winzerausbildung und schließ diese als Weinbautechniker ab. 1988 heiratete er seine Frau Rita, 6 Jahre später wurde das Unternehmen an beide übergeben.
Von nun an setzte man seine Energie ausschließlich für die Produktion und den Ausbau selbst erzeugter Weine ein. Der eingeschlagene Weg scheint erfolgsversprechend. Mittlerweile zieren etliche Auszeichnungen die Vitrinen. Wenn das Gründer Arnold noch erlebt hätte …