Neuigkeiten aus dem Weinjahr

Hier geben wir immer mal wieder Infos und Einblicke was bei uns auf dem Steigerhof so los ist!
Die aktuellsten Neuigkeiten gibt es immer auf unserer Facebook-Seite!

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Januar 2016 – SPANNENDE ZEIT

Momentan befinden wir uns in einer sehr spannenden Zeit im Weinjahr, denn wir arbeiten an 3 Jahrgängen! Die Grundlagen für den 2016er werden draußen im Weinberg durch den Rebschnitt geschaffen. Im Keller reift der 2015er, der sich schon auf die Abfüllung freut aber noch wird der 14er Jahrgang vermarktet.
Wir hoffen, dass Sie gut ins neue Jahr gekommen sind und es ordentlich mit Winzersekt begrüßt haben. Wir haben das Jahr ruhig angehen lassen und im Skiurlaub Energie getankt für die kommenden Aufgaben.

FamilieWollschiedSassoLungo

Das Jahr 2015 ist als das wärmste Jahr in die Geschichte eingegangen. Hätten wir den Regen von 2014 noch dazu gehabt, hätten wir vermutlich den genialsten Jahrgang, welcher je geerntet wurde, in die Fässer bringen können. Leider standen die Wurzeln einzelner Reben teilweise auf dem „Trocknen“. Der -15er wird aber bereits heute schon als Spitzenjahrgang gewertet. Wir sind gespannt – und Sie dürfen es auch sein!

Oktober 2015 – ERNTEDANK

Der Sommer 2015 war einer der heißesten seit 2003. Für uns hieß das Trockenheit und Dürre. Es hat wochenlang nicht geregnet und das hat sich auf die Reben massiv ausgewirkt. Die jungen Anlagen mussten bewässert werden, damit die Pflanzen nicht absterben. Die älteren Anlagen haben die Trockenheit besser als erwartet weggesteckt und sich toll entwickelt.
Der Herbst in diesem Jahr hätte nicht schöner sein können. Kaum Regentage und Sonne ohne Ende. Wir konnten hochreife, gesunde Trauben ernten und es kündigt sich ein Spitzenjahrgang an. Besonders die Rieslinge haben uns dieses Jahr Spaß gemacht. Man darf wirklich gespannt sein, was sich da im Keller entwickelt :-)
Wir sind sehr dankbar, für diese gute Ernte und den angenehmen Herbst. Das ist nicht selbstverständlich aber nach dem vergangenen Jahr mit Hagel, Kirschessigfliege und viel Regen, gibt eine solche Ernte wieder Kraft und Motivation für alles was kommt. Freuen wir uns gemeinsam auf den Weinjahrgang 2015, wir geben unser bestes!

Mai 2015

Die Vegetation in den Weinberger ist in vollem Gang und der Austrieb der neuen Triebe hat begonnen. Teilweise sind sogar schon 3 bis 4 kleine Blätter zu sehen. Es ist jedes Jahr aufs neue faszinierend, wie aus einer holzigen Rebe so viele grüne Triebe entstehen können. Die Natur ist eben ein echter Künstler, was auf folgendem Bild besonders deutlich wird:

RebeTropfen

Hier sieht man das “Bluten” der Reben. Das ist natürlich nichts schlimmes, es zeigt nur, dass die Vegetation wieder einsetzt. Die Rebe holt sich aus dem Boden Wasser und Mineralstoffe, damit in ihr wieder neues Leben entsteht und die Triebe gebildet werden können. Überschüssiges Wasser tropft an der Schnittstelle wieder heraus. Drei bis vier Liter können da an einem Tag aus einem Rebstock kommen. Unglaublich! Aber nicht nur die Pflanzen, auch die Tiere erwachen aus dem Winterschlaf. Unsere Hauptaufgabe besteht momentan wieder darin, Rehe aus den Weinbergen zu jagen und Zäune aufzustellen. Das ist gar nicht so einfach, denn die jungen Treibe schmecken den Rehen ja soooo gut…
Die nächste Zeit ist auf dem Weingut einiges los: Die restlichen 2014er Weine (alle Rieslinge) werden bald abgefüllt und ein neuer Weinberg wird gepflanzt. Es wird also nicht langweilig ;-)

MarienkäferRebe

HundaufneuenReben

Oben: ein echter Winzershund, bewacht Reben und Fässer.

März 2015 Das Frühjahr kommt…

Nachdem wir in diesem Winter immer mal wieder etwas Schnee bekommen haben, scheint sich nun das Frühjahr anzukündigen. Die Temperaturen sind zwar noch sehr winterlich aber die Sonne strahlt tagsüber und ist sogar schon warm im Gesicht :-) Die ersten Schneeglöckchen wurden auch schon gesichtet…
In den letzten Wochen haben wir viel gearbeitet um das Beste aus dem aktuellen Jahrgang heraus zu holen und die Weichen für den neuen Jahrgang zu stellen. Der Rebschnitt ist beendet und mit dem Biegen der Reben befinden wir uns auch auf der Zielgeraden. Die Weinberge sind so fit für das Frühjahr und können in Ruhe auf den Austrieb warten. Nicht mehr lange und alles erstrahlt wieder schön grün! Im Keller haben wir uns den 2014er Weinen gewidmet. Trotz Hagel im August, Unmengen an Wasser im September, Kirschessigfliege und vielen Problemen im Herbst konnten wir eine solide Weinqualität sichern und die neuen Tropfen sind mehr als gelungen. Besonders die fruchtigen Sorten wie Bacchus, Rivaner oder Sauvignon Blanc zeigen eine tolle Aromatik. Die Mühen im Herbst haben sich mehr als gelohnt. Ein Teil des neuen Jahrgangs ist vor kurzem abgefüllt worden, darunter auch die Weiß- und Grauburgunder. Ab Mitte März werden diese verfügbar sein.

FiltrationLaurentiusbergSteigerhof

Die Bilder zeigen unseren Sauvignon Blanc Weinberg im Laurentiusberg vor dem Rebschnitt und bepudert mit Schnee, die Filtration der Weine (die Weine werden klar filtriert und verbliebene Trubstoffe sowie Hefe abgetrennt) und die Abfüllung.

100% BW Weißburgunder Vol.3

Auch in diesem Jahr wieder kreiert nach dem Geschmack von Barbara: der 100 % BW.
Ein nachhaltiger Weißburgunder, abgerundet durch einen Anteil, der im barrique-Fass ausgebaut wurde.

100%BWBarbara



Video der SWR Live Schalte auf dem Steigerhof!

Im Rahmen der Vorstellungen zur Wahl der deutschen Weinkönigin hat uns das SWR besucht und eine Live-Sendung auf dem Steigerhof gedreht. Diese wurde in der Landesschau ausgestrahlt. Thema war der Weinköniginnen-Check von Barbara. Viele Freunde un Bekannte waren dabei um Barbara zu unterstützen. Wer sich das Video noch einmal ansehen möchte:

hier klicken zum Video

Vielen Dank an das SWR-Team für diesen schönen Abend!

Barbara’s Vorstellung zur Wahl der Deutschen Weinkönigin:

Barbara

NAHE: Barbara Wollschied, *11.12.1991
Beruf: Studentin für Weinbau & Oenologie in Geisenheim
Bei Barbara Wollschied wuchs die Leidenschaft zum Wein in einer Brauerei. Nach dem Abitur begann die Winzertochter aus Altenbamberg an der Nahe ein Studium der Getränketechnologie. Bei einem Praktikum in einer Brauerei stellte sie fest: Wein ist einfach das spannendere Getränk. “Beim Bier steht man im Brauhaus und hat seine Zutaten, Wein ist ein Produkt, das man ein Jahr lang begleitet”, erzählt Barbara: “Wein ist viel vielfältiger, allein schon die verschiedenen Rebsorten und die unterschiedlichen Philosophien der Winzer.”
Die 22-Jährige studiert nun seit sechs Semestern Weinbau & Oenologie in Geisenheim und absolviert gerade ein Praktikum in der Rheinbergkellerei in Bingen. Nach Ende des Studiums könnte sich Barbara vorstellen, im Bereich Weinmarketing zu arbeiten oder ins heimische Weingut, den Steigerhof, einzusteigen.
Vorher aber möchte sie noch nach Neuseeland und Südtirol, eine zweiwöchige Sprachreise nach England hat sie schon gemacht. Daneben steht Barbara seit ihrer Kindheit auf Skiern und ist gerne mit ihrem Quad in den Weinbergen unterwegs. Als Deutsche Weinkönigin würde sie gerne die restlichen 30 Prozent Nicht-Weintrinker vom Rebensaft überzeugen. “Wein bringt eine lange Geschichte mit, er erzählt viel, wenn er sich im Glas entfaltet”, sagt Barbara: “Wein ist der schönste Geschichtenerzähler.”
Copyright: www.deutscheweine.de


05.05.14 Das Spiel mit der Natur

Die Vegetation ist dieses Jahr außergewöhnlich früh. Die Reben haben einen der frühesten Austriebe erlebt. Für uns bedeutet das: Frostgefahr! 2 Nächte haben wir gezittert und gehofft, dass die Triebe durchhalten. Zum Glück sind wir ohne größere Schäden davon gekommen. Leider hatten nicht alle soviel Glück wie wir. In der Pfalz zum Beispiel sind einige Reben erfroren und an der Saar hat ein Hagel-Gewitter massive Schäden angerichtet. Auch wenn wir von diesen Kapriolen verschont wurden läuft bei uns doch nicht alles glatt. Während es in anderen Teilen (20 km entfernt) ausreichend geregnet hat, ist bei uns kein einziger Tropfen gefallen. Dies ist nicht nur ungünstig für die Wasserversorgung der Reben, es macht auch eine Bodenbearbeitung in den Weinbergen fast unmöglich. Als Winzer lebt man eben mit der Natur, da braucht man manchmal schon starke Nerven!
Der Austrieb schreitet aber gut voran und die Weinberge strahlen grün.
Mit der Qualitätsoptimierung wird bereits jetzt im Frühjahr begonnen. Die erste Pflanzenschutzbehandlung haben wir schon hinter uns, um die Reben vor Pilzkrankheiten zu schützen.
Außerdem werden in einigen Anlagen sogenannte Doppeltriebe entfernt. Dort wo zwei, statt einem Trieb herauswachsen wird einer von beiden entfernt. Dies dient dazu, die Blatt und Traubenanzahl zu minimieren was eine Steigerung der Qualität zur Folge hat.
Im Keller war in den letzten Wochen auch einiges los. Nach einer langen Lagerung auf der Feinhefe wurden unsere Rieslinge und hellen Burgunder filtriert und füllfertig gemacht. Morgen geht’s rund, denn es wird abgefüllt! Dann sind schon bald alle 13er Weine verfügbar. Übrigens ein toller Jahrgang!

Pssst: die Etiketten für den Königinnen-Wein sind im Druck, das heißt es dauert nicht mehr lange bis dieser endlich verfügbar ist. Die Austattung wird besonders sein und ganz anders als man es bis jetzt kennt.

02.03.14 Wo bleibt der Winter?

Bis jetzt hat der Steigerhof immer noch kein richtigen Winter gesehen. Kurze Bodenfröste waren das höchste der Gefühle aber von länger andauerndem Frost oder gar Schnee keine Spur. Der Wetterbericht meldet für die nächste Woche Temperaturen bis 20°C und die Kirschbäume fangen langsam an zu blühen. So früh hat uns das Frühjahr auch noch nicht überrascht.
Die letzten Weinberge sind mittlerweile geschnitten und die alten Reben werden aus dem Drahtrahmen gezogen, bevor es langsam ans Biegen gehen kann. Solange es jetzt nicht mehr kalt wird, ist der “winterlose” Winter für die Reben kein Problem.
Auch im Keller ging es rund. Die ersten 2013er Weine wurden letzte Woche gefüllt und sind schon bald verfügbar. Den Februar haben wir hauptsächlich mit der Füllvorbereitung verbracht und uns die größte Mühe gegeben auch aus diesem Jahrgang das beste herauszuholen. Überzeugen Sie sich selbst davon!

Steigerhof Wein Abfüllung


11.01.14 Frohes neues Jahr!

Ich hoffe Sie sind alle gut ins neue Jahr gestartet und wünsche ihnen für die kommende Zeit nur das beste!
Für mich steht ein ereignisreiches Jahr an, denn ich werde noch rund 130 Termine als Naheweinkönigin absolvieren und bin gespannt welche Überraschungen auf mich warten! Wenn Sie sich für meine Tätigkeiten interessieren klicken Sie doch einfach hier mal rein: Weingut Steigerhof: Weinkönigin Barbara oder hier: Weinland Nahe: Weinkönigin Barbara

Kehrenberg Haus Weingut Steigerhof

Der Winter lässt auf sich warten!
Bis jetzt noch kein Schnee und kaum ein Tag mit Minustemperaturen. Nicht nur für uns ist das komisch, auch für die Reben ist das ungewohnt. Zwar sind diese sehr robust und können einiges aushalten, trotzdem
ist es nicht ohne wenn es jetzt so weitergeht. Ich habe schon Sträucher gesehen bei denen die Knospen schwellen oder welche, die sogar schon blühen. Wenn dann der Frost kommt ist das fatal für die Pflanzen. Die Reben befinden sich zum Glück noch in der Winterruhe und habe ihre Vegetation noch nicht begonnen. Wir hoffen, dass dies so bleibt und der Winter bald kommt :-)
Den Dezember haben wir hauptsächlich mit der Restauration unseres Weinbergshäusschens im Kehrenberg verbracht. Diese Maßnahme war zwar nicht geplant, jedoch drohte der Einsturz und das wollten wir doch unbedingt verhindern. Momentan sind wir draußen im Weinberg beim Rebschnitt und beobachten im Keller die Entwicklung der 2013er Jungweine. Alle Weine sind durchgegoren und obwohl es kein einfacher Jahrgang war sieht die Entwicklung sehr positiv aus. Ab Mitte März wird es die ersten Weine des neuen Jahrgangs zu kaufen geben.

24.12.2013

Verehrte Freunde unseres Hauses,
dankbar sehen wir dem Jahresende entgegen. Die anfänglichen Wetterkapriolen im Frühjahr, die feuchten Tage im Mai und das kühle Blütewetter haben die Nervosität wachsen lassen. Tolle warme Augustwochen und eine moderate Vorerntewitterung stimmten danach wieder positiv.
„Gekrönt“ wurde dann 2013 am 2. November
mit der Wahl von Barbara
zur Weinkönigin des Anbaugebietes Nahe.
Herzlichen Dank für alle Kontakte und guten Wünsche.
Freuen sie sich mit uns. Wir wünschen Frohe Festtage und eine gute Zeit in 2014.



05.10.2013

Normalerweise sind wir um diese Zeit schon mitten in der Weinlese. Dieses Jahr allerdings haben wir gerade erst begonnen und schon wieder eine Pause eingelegt. Grund hierfür ist die verspätete Blüte. Eine Faustregel besagt, dass die Trauben rund 100 Tage nach der Blüte geerntet werden. Wir sind momentan etwa 85-90 Tage nach der Blüte.
Mit den frühen Sorten (Müller-Thurgau, Bacchus, Huxelrebe) haben wir die Ernte vor 3 Tagen bereits begonnen. Die Burgunderreben und die Rieslinge müssen allerdings noch eine Weile am Stock bleiben, damit das Mostgewicht (Zuckergehalt in der Beere) steigt und die Säure abnimmt.

SAUVIGNON BLANC
Endlich konnte ich (Barbara) meinen ersten Sauvignon Blanc ernten! Zum ersten Mal habe ich auch die Verwendung von Trockeneis getestet. Dies dient zur Kühlung der Maische und zum Herbeiführen einer reduktiven Atmosphäre. Ich bin schon ganz gespannt auf diesen Wein!

Sauvignon Blanc 2013


13.09.2013

Der Herbst lässt auf sich warten…
Aufgrund zu geringer Mostgewichte und noch sehr hohen Säurewerten müssen die Trauben noch weiter am Stock reifen. Eine Schlechtwetterfront die seit Tagen über uns hängt und täglich Regen bringt macht die Situation nicht besser. Durch die Nässe neigen die Trauben dazu zu platzen was Fäulniss zur Folge hat. Hoffen wir, dass alles gut geht und wir bald wieder Sonnenstrahlen sichten können, denn diese sind jetzt unbedingt notwendig damit sich der Zucker in den Trauben weiter konzentrieren kann und die Säure abgebaut wird.

Bodenvielfalt an der Nahe

Bodenvielfalt Schlossberg

Während die “großen” Reben auf die Ernte warten und das Wasser verabscheuen freuen sich die “kleinen” über die Regenmengen. Diese Reben wurden erst im Juni diesen Jahres gesetzt und konnten deshalb noch kein tiefes Wurzelwerk ausbilden. Dies hat zur Folge, dass diese im Gegensatz zu den alten Reben nicht im tiefen Boden an die Wasservorräte gelangen. Deshalb sind ertragreiche Regengüsse für die Jungfelder sehr wichtig.
An der Nahe gibt es rund 180 verschiedenen Bodenformationen. Das ist so viel wie in keinem anderen Weinanbaugebiet. Von sandigen Lössboden über vulkanisches Urgestein bis hin zu Schieferhängen haben wir alles zu bieten. Im Alsenz-Seitental der mittleren Nahe, wozu auch wir uns zählen geht die vorherrschende Bodenart auf das vulkanische Urgestein zurück. Die Basis im Unterboden bildet ein Quarzporphyrgestein auch Ryolith genannt. Auf dem Bild sieht man eine Rieslingrebe in unserem Jungfeld am Schlossberg. Auch hier ist der Porphyr im Unterboden ausschlaggebend. Überlagert wird dieser von lehmigen Sand mit Tonschieferanteilen. Ich bin gespannt auf den ersten Wein aus dieser Parzelle, sie auch ?



18.08.2013

Mittlerweile sind wir schon fast im Spätsommer angekommen. Nach dem sehr feuchten Frühjahr und einem zeitweiligen Stillstand der Vegetation haben die Reben in den warmen Juli und August Tagen doch einiges wieder aufgeholt. Die Blüte verlief relativ gut und die Trauben entwickeln sich prima. In unserem Frühburgunder haben sich bereits die ersten Beeren verfärbt. Wir fiebern nun auf den Herbst zu, welcher wohl in etwa 6 Wochen beginnen wird. Bis dahin ist noch einiges zu tun. Vorallem unsere Jungfelder haben sich über die warmen Tage gefreut und wachsen uns sozusagen “über den Kopf”.


Barbara Wollschied Wein


100% BW

In diesem Jahr durfte ich meinen ersten eigenen Wein herstellen. Es ist eine Weißburgunder Spätlese trocken geworden. Vom Most bis zu den Etiketten trägt dieser Wein meine Handschrift. Experimentierfreudig wie ich bin habe ich mir Anfang des Jahres ein kleines barrique Fass (Pfälzer Eiche) gekauft und “einfach mal gemacht”. Mit der Vision einen körperreichen, aber dennoch fruchtigen Burgunder zu kreieren habe ich dann das Projekt in Angriff genommen. Mein Vater hat wohl großes Vertrauen in mich, denn ich habe alles nach meinen Vorstellungen umsetzen können. Trotzdem bin ich froh, dass er mir mit vielen Tipps und vorallem als Haupt-Verkoster zur Seite stand. Das Holzfass gibt meinem fruchtigen Grundwein eine gewissen Körper und macht ihn dadurch gehaltvoll. Dennoch stehen im Vordergrund die feinfruchtigen Aromen, welche an Birne oder Quitte erinnern. Die Säure macht ihn spritzig und gibt ihm das gewisse Etwas im Abgang. Insgesamt sind es rund 1200 Flaschen geworden. Verkosten Sie doch mal eine, ich bin gespannt ob ihnen mein Wein schmeckt !
Besonders stolz bin ich darauf, dass mein Wein im August die Goldene Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz erhalten hat.

100%BW Weißer Burgunder

31.05.13
Bei diesen Witterungsbedingungen wollen die Reben im Weinberg einfach nicht wachsen. Während im letzten Jahr Anfang Juni die Rebe bereits zu blühen begonnen hat, ist der Blick auf die Rebe dieses Jahr eher nüchtern zu betrachten. Wir befinden uns hier in Altenbamberg immer noch im 6-Blatt Stadium. Dies ist normalerweise üblich für die erste Maidekade.

Da ist guter Rat teuer. Nach fast 150l Regen in den letzten zwei Wochen ist das kein Wunder. Der Dauerregen verlangt uns Winzern einiges ab. Die Nässe könnte möglicherweise Infektionen von Mehltau hervorrufen. Die äußerst kühlen Temperaturen sind aber, Gott sei Dank, auch für Pilzinfektionen nachteilig. Aufgrund des nassen und rutschigen Bodens ist Maschineneinsatz kaum möglich und Handarbeit angesagt.

Ein weiteres Problem stellt das Wild dar, genauer gesagt: Rehe !!!! Diese freuen sich über das Stillstehen der Vegetation, denn die Rebtriebe, die zur Zeit auf optimaler Fraßhöhe stehen, schmecken sooooooo gut !
Die tägliche Kontrolle der Zäune ist unabdinglich. Sie merken schon, trotz Dauerregen wird es bei uns nie langweilig !

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